Seminare

"Schwierigen Situationen begegnen" mit den Tools der GFK im Martinsclub Bremen bei Gaby Kumm


12. 11. - 13. 11. 21


Nähere Informationen und Anmeldung unter mcolleg.de .

Dort im grauen Kästchen links auf Veranstaltungen klicken.


GFK- Vertiefungsseminar im Lebensgarten Steyerberg (Nähe Nienburg) bei Gaby Kumm und Christoph Hatlapa


Nähere Informationen und Anmeldung unter lebensgarten.de

 Für LehrerInnen und andere im sozialen Dienst

 

GFK-Vertiefung      Fortlaufender Online-Kurs

 
Voraussetzung: Einführungskurs in die GFK bereits absolviert *
 
Zeiten: Jeden ersten Dienstag im Monat von 15 - 18 Uhr
 
Kosten: 80€ für dreimal drei Stunden
 
Beginn: Dienstag, den 16.02.21 um 15 Uhr
 

Die Teilnehmenden erhalten per Mail eine Meeting ID, ein Kennwort und einen Link, über den sie sich mühelos einwählen können. (Link anklicken, Meeting ID und Kennwort eingeben und auf Einlass warten.)

 Inhalte:

Übungen zu den verschiedenen Bereichen der GFK                                               Vier Schritte, Empathie,Wertschätzung, Streitschlichtung, Verbindungsprozesse, Umgang mit einem „Nein“, - mit Macht, - mit Strafen, -mit Fehlern, GFK (auch an Kinder) weitergeben, Strafen, Gesprächsreflexion, Angst und Ohnmacht, schwierige Gespräche vorbereiten, Gewaltsituationen, Mobbing u.a.m.
 

Gezielte Arbeit mit den Mitteln der GFK an aktuellen persönlichen Anliegen      Anhaltende Konflikte, Probleme im beruflichen oder privaten Alltag, vorzubereitende schwierige Gespräche u.a.m.

Beschreibung:

In diesem Kurs geht es darum, die Haltung der GFK in verschiedenster Hinsicht mit eigenen Anliegen zu üben. Alle Teilnehmenden können neben eigenen Fällen auch Themenwünsche - z.B. das Thema Angst oder das Thema Strafen - einbringen. Diese können mir schon vorab per Mail eingereicht werden. Zu Beginn jeder Kurseinheit gibt es Informationen zu einem Inhalt und dazu Übungen, die meist in Kleingruppen absolviert werden. Anschließend werden aktuelle Themen auch jeweils in Kleingruppen behandelt. Im Anschluss an jede Gruppenarbeit gibt es einen Austausch in der ganzen Gruppe. Das Arbeitsmaterial wird vorab per Mail geschickt.

Ziel:

Bei dieser gemeinsamen Arbeit geht es darum, Sicherheit zu gewinnen, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken, Unterstützung zu erfahren und sich als Gemeinschaft zu fühlen. Ein offener, empathischer Austausch mit dem Ziel jeden Menschen mit Blick auf seine Gefühle und Bedürfnisse sehen zu dürfen, soll dies unterstützen. Gegenseitiges Vertrauen und Freude an unserer gemeinsamen Arbeit werden uns dem Ziel näher bringen.

* Menschen ohne Vorerfahrung:

Bitte schreibt/schreiben Sie mir eine Mail, dann kann ich mich um eine Einführung in die GFK für euch/Sie bemühen.

Seminare für bestehende Gruppen

Schulen, andere Bildungsstätten oder Firmen können mich, Gaby KummLehrerin und Kommunikationstrainerin, (auch mit Teampartner/in), für Präsenztage oder Fortbildungen flexibel buchen.Gerne stelle ich mich und meine Arbeit auf einer Konferenz kurz vor. Die Inhalte werden nach einer gründlichen Vorbesprechung auf die Bedürfnisse der Institution zugeschnitten, so dass gezielt an aktuellen Problemen gearbeitet werden kann.

Ziel der LehrerInnenseminare

Die Ausbildung der LehrerInnen in Gewaltfreier Kommunikation hat zum Ziel, ihnen in schwierigen Situationen einen verbindenden Austausch anstelle einer trennenden Debatte zu ermöglichen.

Durch Üben der GFK erlangen wir die Fähigkeit, das Verhalten bzw. die Handlungen anderer nicht auf uns selbst zu beziehen. Im Falle von Unterrichtsstörungen also, diese nicht als Angriff, Unverschämtheit, Desinteresse oder Ähnliches zu interpretieren, sondern auf jegliche Bewertung zu verzichten und sie lediglich als Ausdruck eines zur Zeit nicht erfüllten Bedürfnisses des Schülers zu betrachten. Diese Herangehensweise hat weder etwas mit Laisser-faire zu tun noch handelt es sich um eine Art sprachlichem "Weichspülgang".

Wir können beobachten, dass in "schwierigen Klassen" einige Kollegen sehr gut zurechtkommen, während andere große Probleme haben und zum Teil kaum Unterricht möglich ist. Es zeigt sich ebenfalls, dass nicht etwa die "netten" oder gar die "strengen" LehrerInnen besser zurechtkommen oder dass es am Alter oder am Schulfach liegt, sondern es ist lediglich eine Frage des Kontakts zwischen LehrerIn und SchülerIn.

In den GFK-LehrerInnenseminaren geht es darum, die Fähigkeit zu erwerben, eben diesen Kontakt herzustellen. Dabei handelt es sich nicht um eine Kommunikationsmethode – wie herrlich einfach wäre es, wenn es eine solche gäbe; wir wären schlagartig die größten Probleme los - sondern um den Erwerb einer inneren Haltung. Die Seminare unterstützen uns auf unserem Weg in die Unabhängigkeit vom Verhalten anderer.

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Grundvoraussetzung in unseren Schulen ist leider häufig eine Front zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, die eine fehlende Verbindung untereinander bewirkt, so dass beide Parteien denken; die anderen wollten ihnen Böses, die anderen müssten sich ändern, sie seien gleichgültig oder gar ungerecht. Es ist für beide Seiten schwierig, sich gegenseitig als fühlende Menschen mit wichtigen Bedürfnissen zu erkennen und sich so zu zeigen - vielmehr treten alle als Institution auf. Man spricht nicht über das, was in einem lebendig ist, fragt nicht, was in dem anderen vorgeht; die Mitmenschen werden auf SchülerInnen und LehrerInnen reduziert. Alle sind dem System, in dem sie sich gefangen fühlen, unterworfen, und jeder gibt jedem die "Schuld" dafür.

Die innere Haltung, die wir beim Üben der GFK erlernen, ermöglicht uns, diesen Mechanismus zu unterbrechen - und zwar nicht durch Abspulen bestimmter Verhaltensweisen, sondern vielmehr kommen wir durch eine besondere Form von Aufmerksamkeit in gegenseitigen, verständnisvollen Kontakt, ohne dass das Gegenüber GFK können muss und ohne unsere Position, unsere Autorität oder den Respekt der Anderen zu verlieren.

Die GFK ermöglicht uns, nicht nur den anderen wirklich zu sehen, sondern uns auch selbst als Menschen mit all unseren Facetten zu zeigen, ohne uns angreifbar zu machen, und genau dort liegt das Geheimnis der Verbindung zu den SchülerInnen. Sie bekommen die Chance, uns als Menschen zu sehen mit dem Bedürfnis nach Freude, Verständnis, Liebe, Sicherheit und vielem mehr - also mit denselben Bedürfnissen, die sie selbst auch haben, dadurch kommt es zu Vertrauen. Herrscht Vertrauen, entsteht Interesse am Gegenüber, fehlt dieses, kann man störungsfreie Vorlesungen an der Uni halten; aber eine Schulklasse mit bewegungsbedürftigen, nach sozialem Kontakt hungernden Kindern kann man so nicht ruhig halten und schon gar nicht erreichen.

Mit entsprechender Übung der GFK können wir wahrnehmen, was andere tun, ohne darunter leiden zu müssen, können wir vorbehaltlos, liebevoll annehmen und das dem anderen auch sichtbar machen. Um den Zauber dieser Lebenshaltung nicht nur in der Theorie zu hören und über Fallbeispiele zu verstehen, sondern am eigenen Leib zu spüren, werden die Inhalte in den Seminaren in Kleingruppen anhand eigener aktueller Themen rund um den Schulalltag praktisch geübt, Konfliktsituationen werden nachgestellt und alternativ mit den Mitteln der GFK bearbeitet, auch auf Gefühle wie Angst, Wut, Hilflosigkeit, Stress und viele mehr wird intensiv eingegangen. Diese gemeinsamen Übungen fördern gleichzeitig sehr die Verbindung und das Verständnis der Kollegen untereinander.